Ostern, Eier und Farben

Ostereier färben und dekorieren - Woher kommt dieser Brauch?

 

Der Brauch, die Eier zu färben oder zu dekorieren, hat nichts mit der christlichen Tradition zu tun. Eier wurden, wie schon erwähnt, lange vor der Einführung des kirchlichen Osterfestes "geschmückt". Je nachdem, welche Mittel einem zur damaligen Zeit zur Verfügung standen, sah die Dekoration unterschiedlich aus. Wer es sich leisten konnte, wickelte die Eier in Blattgold ein; wer etwas ärmer dran war, kochte die Eier zusammen mit Blättern oder Blüten verschiedener Blumen, um ihnen Farbe zu geben.

 

 

Aber auch hier hat sich die Kirche eine Erklärung für die gefärbten Eier einfallen lassen. In der griechisch-orthodoxen Tradition erzählt die Legende, dass Maria Magdalena nach Christi Wiederauferstehung zum römischen Kaiser ging, um ihm von diesem Wunder zu berichten. Der Kaiser hielt das jedoch für Unfug und meinte, Christus sei genauso wenig auferstanden wie die frisch gelegten Eier vor ihm eine rote Schale hätten. In diesem Moment färbten sich die Eier vor seinen Augen rot, um die Wiederauferstehung zu bezeugen.

 


Eine besondere Form der Ostereier-Dekorierung sind sorbische Ostereier. Das ist eine jahrhundertealte Tradition, die größtenteils im Spreewald gepflegt wird. Hierbei werden die Eier mit Wachs verziert, gefärbt und abgeschmolzen. Dieser Vorgang wird, je nach Muster und Bedarf, mehrere Male wiederholt. Das Ergebnis sind einzigartig dekorierte Ostereier, die in Mustervielfalt und Farbenpracht kaum zu überbieten sind.

 

Wir wünschen allen ein frohes Osterfest.

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